12. März 2026
| 11:00 Uhr

Probealarm Katastrophenschutz

In ganz Bayern werden am Donnerstag, 12. März 2026, verschiedene Warnsysteme für den Bevölkerungsschutz getestet. Ab 11 Uhr sollen Testwarnungen über verschiedene Kanäle – Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast – erfolgen, um die Funktionalität der Systeme zu überprüfen und aufeinander abzustimmen sowie die rund 180 Katastrophenschutz-Sirenen im Landkreisgebiet zu testen. „Ein funktionierendes Warnsystem ist die Grundlage für einen verlässlichen Katastrophenschutz. Dieser landesweite, jährliche Probealarm bietet uns die Gelegenheit, die Technik zu überprüfen und gleichzeitig das Bewusstsein in der Bevölkerung für Warnsignale weiter zu stärken“, erklärt Landrat Martin Sailer. Nach dem Probealarm wird dieses Jahr außerdem die Entwarnung über die Sirenen geprobt. „Da diese Funktion seit vielen Jahren nicht mehr genutzt und an den meisten Sirenenanlagen nicht mehr eingebaut wurde, muss sie erst nach und nach nachgerüstet werden. Der Ton zur Entwarnung wird aus diesem Grund nicht überall zu hören sein. Die Gemeinden sind allerdings gemeinsam mit den entsprechenden Fachfirmen dabei, die Nachrüstung schnellstmöglich umzusetzen“, so Sailer weiter. Neben den Sirenen für den Katastrophenschutz befinden sich im Landkreisgebiet zudem rund 80 Sirenen, die bislang nur zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt und jeden ersten Samstag im Monat getestet werden. Diese Anlagen können daher am 12. März 2026 nicht in den Funktionstest einbezogen werden. Wie klingen Katastrophenschutz-Sirenen? Ertönt etwa eine Minute lang ein andauernd auf- und abschwellender Heulton, soll er die Bevölkerung dazu veranlassen, auf Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen zu achten und gegebenenfalls auch andere Personen, die sich nicht selbst helfen können, nach Möglichkeit zu unterstützen. In Durchsagen über Radio und Fernsehen erhält man im Anschluss auf den Sirenenton alle wichtigen Informationen und Handlungshinweise. Weitere Informationen sowie Sirenen-Hörbeispiele sind online unter www.landkreis-augsburg.de/notfallinfo zu finden. Wo stehen im Landkreis Augsburg Katastrophenschutz-Sirenen? Katastrophenschutz-Sirenen sollen die Bürgerinnen und Bürger in Bereichen warnen, die besonders gefährdet oder in der Umgebung von Einrichtungen mit besonderem Gefahrenpotenzial – wie zum Beispiel Kernkraftwerken oder Betrieben, die Gefahrstoffe verarbeiten – sind. Das ist auch der Grund, warum es diese Sirenen nicht in jeder Kommune, sondern vorrangig im Umkreis der genannten Betriebe gibt. Im Landkreis Augsburg befinden sich diese Bereiche im Norden, Nord-Westen und im Süden, da dort entsprechende Chemiebetriebe angesiedelt sind. Im Zuge der Umstellung auf die Digitale Alarmierung wird der Ton zur Warnung und Entwarnung der Bevölkerung allerdings auch in immer mehr Gemeinden außerhalb der genannten Gefährdungsbereiche nachgerüstet. Damit reagieren die Kommunen auf die Notwendigkeit der Warnung in vielen anderen Notfalllagen, wie zum Beispiel bei Unwetter oder Hochwasser. Gibt es noch zusätzliche Warnmöglichkeiten? Zusätzlich zu den Sirenen gibt es im Landkreis 21 schnell einsetzbare Mobile Lautsprechanlagen (sogenannte MOBELAs), die Durchsagen ermöglichen und auch als mobile Sirene fungieren können. Diese Lautsprechanlagen sind bei mehreren Feuerwehren stationiert und können schnell auf Fahrzeugen der Feuerwehr befestigt werden. Auf diese Art und Weise kann die Bevölkerung zum Beispiel bei der Freisetzung von luftgetragenen Schadstoffen, bei Trinkwasserverunreinigung oder bei drohenden Hochwasserereignissen gewarnt werden. Für bestimmte Ereignisse sind bereits Fahrtrouten vordefiniert, sodass ein möglichst schneller und effektiver Einsatz stattfinden kann. Als weitere Warnmöglichkeit, um die Bürgerinnen und Bürger neben Radio- und Lautsprecherdurchsagen sowie Sirenen schnell und effizient über eine Gefahrenlage zu informieren, kommt das Warnsystem „Cell Broadcast“ zum Einsatz. Dabei werden Kurznachrichten mit Gefahrenhinweisen an Mobiltelefone verschickt, die in dem jeweiligen Gefahrenbereich eingebucht und angeschaltet sind. Die Nachricht wird im Auftrag der Katastrophenschutzbehörden von den Mobilfunkanbietern in die einzelnen Empfangszellen gesendet und ist für die Empfangenden kostenfrei. Alle Informationen zu „Cell Broadcast“ sind online unter www.bbk.bund.de zu finden. Außerdem gibt es beispielsweise die kostenfreie Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA. Wer NINA installiert hat, wird durch eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone über Gefahren informiert und erhält konkrete Verhaltenshinweise für den Selbstschutz. Alle Informationen zu NINA finden Interessierte unter www.landkreis-augsburg.de/nina. NINA und Cell Broadcast werden am 12. März 2026 ebenfalls ab 11 Uhr getestet. Ab 11.30 Uhr erfolgen Entwarnungen über die Warn-Apps sowie über Cell Broadcast.

Notfallratgeber

Keine Anhänge verfügbar.

Öffnungszeiten heute

Das Rathaus ist zu den folgenden Zeiten geöffnet:

Montag bis Freitag:

08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Donnerstag:

 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

08:00 - 12:00 Uhr

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Dann kontaktieren Sie uns einfach jederzeit unter folgenden Kontaktmöglichkeiten: